Nachwuchskonzept 2012

Geschrieben von Carsten Wilke am . Veröffentlicht in Nachwuchsarbeit-Fussball

Nachwuchskonzept aus dem Jahr 2010 wurde punktuell angepasst

portrae karstenwilke„Es gilt also, das Wirken, Handeln und Denken der Nachwuchsarbeit im Verein neu auszurichten, um einerseits das geschädigte Ansehen des Vereins zu verbessern, vor allem aber, um nachhaltige Perspektiven für den Wanzleber Fußball aufzuzeigen.“ Mit diesen Worten endete mein persönliches Vorwort im ersten Nachwuchskonzept, welches im Frühjahr 2010 erstellt wurde. Eines vorweg: Dieses Anliegen, besser diese Vision wurde seitdem nahezu vollständig umgesetzt. Dafür gilt allen Beteiligten großer Respekt, Dank und Anerkennung!

.In unserem Verein hat sich gerade in diesen letzten beiden Jahren viel Positives getan, vornehmlich in der Abteilung Fußball. Neben der Etablierung unserer beiden Herrenteams und den damit verbundenen tollen Aufstiegen der letzten Saison gilt dies vor allem für unsere Nachwuchsabteilung. So konnte die Mitgliederzahl im Jugendbereich in den letzten zweieinhalb Jahren von 40 auf 91 (Stand 01.09.2012) mehr als verdoppelt werden! Zudem wurden einige Gastspieler anderer Vereine in unseren Großfeldteams integriert, wodurch diesen Jugendlichen der Einheitsgemeinde Stadt Wanzleben-Börde ermöglicht wurde, ihrem Hobby nachzugehen. Hervorzuheben ist aber auch die überaus fruchtbare und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem Jugend-Partnerverein, dem SV 1889 Altenweddingen, wodurch gerade im Großfeldbereich der A-, B- und C-Jugend seit der Saison 2010/11 spielfähige Teams gebildet werden konnten

„Dieses Konzept geht von der Ideallösung aus. In der Praxis wird es immer wieder verschiedenste Hindernisse geben, die es erschweren, sich als Übungsleiter an den Leitgedanken zu orientieren.“, hieß es im Schlusswort des Nachwuchskonzeptes aus dem Jahr 2010. Natürlich gab und gibt es diese prophezeiten Schwierigkeiten, auch im Umsetzen der „neuen Philosophie“. Wenn es besagte Probleme gab, dann waren diese zumeist dem im Kinderfußball abträglichen „Ergebnisdenken“ geschuldet, der so manchen Trainer oder auch Elternteil vom festgeschriebenen Weg hat mitunter abweichen lassen. Gleichwohl darf aber auch festgestellt werden, dass sich unsere Nachwuchsphilosophie mehr und mehr in den Köpfen aller Beteiligten durchsetzt und auch praktiziert wird – die stetigen Zuläufe und die Zahl unserer Nachwuchsteams belegen dies eindrucksvoll.

Letztlich darf man an dieser Stelle nicht vergessen, dass sich jeder Einzelne in einem Lernprozess befindet und über lange Jahre gewohnte (veraltete) Orientierungen nicht von heute auf morgen abgelegt werden können. Wie in vielen anderen Lebenslagen lautet hier das Motto: „Der Weg ist das Ziel!“ Und wir befinden uns auf dem richtigen Weg, gerade weil sich unser Konzept in dessen Grundsätzen bewährt hat! Dennoch ist es Zeit, sich über das Erreichte und das eigene Handeln und Tun Gedanken zu machen, um daraus Handlungsempfehlungen für die Zukunft zu entwickeln.

Die Erfahrungen der beiden letzten Spielserien haben auch gezeigt, dass partielle Anpassungen erforderlich sind, um letztlich den Kindern und Jugendlichen bessere Möglichkeiten zu bieten, sich entwickeln zu können und Spaß am Fußball in unserem Verein zu haben. Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, unserem Verein eine verbesserte Basis zu schaffen, um die selbst gesetzten Ziele erreichen zu können. Speziell wurde unser Nachwuchskonzept in den Punkten Kooperationen, Gewährleistung unserer Ausbildungsziele sowie bei den Aufgaben und Pflichten unserer Trainer verändert bzw. erweitert. Damit sich möglichst viele Kinder und Jugendliche wortwörtlich in unserem Konzept wieder finden, wurden natürlich auch bildliche Anpassungen vorgenommen.

Bei der weiteren Umsetzung unserer Konzeption wünsche ich allen Beteiligten viel Erfolg, Zufriedenheit und Durchhaltevermögen, auch und vor allem im Sinne unserer Kinder und Jugendlichen!

Karsten Wilke, Nachwuchsleiter